Akt 1 – Namens-Suche

Die Bloggerin-Ausbildung begann mit Namenssuche. Anelines Grübeln brachte mäßige Resultate und auch die künstliche Intelligenz lieferte nicht den zündenden Funken. Diese Kooperation mit KI war allerdings sehr interessant und verdient einen gesonderten Beitrag – mal später.
Letzten Endes wurde die Internetseite auf „GedankenAntenne“, getauft, in Anlehnung an den Titel meines einstigen YouTube-Kanals, welcher bereits am Start wegen Selbstzweifel versandet war.
Akt 2 – Internetdomain
Hierzu war zunächst viel Lektüre und Beratung bei YouTube angesagt. Wo im Internet-Universum sollte sich frau einmieten? Was empfehlen erfahrene Blogger und warum? Ihre Bewertungen erlaubten auch besser die Kriterien für den technischen Hintergrund eines Blogs zu verstehen. Das Herumtappen im Internet wurde zwangsläufig zum Englisch-Intensivkurs. Aber es ist schnell klar geworden, dass der europäische Datenschutz nur EU-Server zulässt, also wurde eine Domaine bei Hamburger WEBGO als ‚Büro‘ für die GedankenAntenne gebucht. Damit war Anelines Bloggerin-Ausbildung noch lange nicht am Ziel.
Nach Vertragsunterzeichnung gings zunächst flott; nur einen Tag später wurde WordPress (quasi der Schreibtisch) für die Seitengestaltung installiert und eingerichtet. Nicht ohne Hilfe der Tutorials bei YouTube – natürlich. Das Angebot ist so groß, dass allein für die Auswahl, welchem frau folgen sollte, einige Stunden draufgingen. Aber mit einem jeden verstand Anelina mehr und mehr den Sinn und Zweck der diversen Einstellungen. Am besten war die Hilfe von zwei Bloggerinnen, die zu keinem Zeitpunkt den Kontakt zum Bewusstsein verloren haben, dass sie Anfänger an die Hand nehmen. Außerdem beherrschen sie das Online-Handwerk des Schritt-für-Schritt-Erklärens mit Anschaubildern, sodass frau sich nie verloren fühlte. Der erste Durchgang erfolgte mit Sina Skulte, der zweite (doppelt hält …😀) mit Lea Giltjes. Herzlichen Dank an beide Helferinnen!
So wurde in aller Ruhe Anelines Schreibtisch für den Blog aufgebaut. Hurra! Bald kann die Antenne senden.
Akt 3 – Blog-Gestaltung
Von wegen, mit ein paar Klicks werde ein Blog fertig kreiert – Pustekuchen! Acht Jahre Pause in Gestaltung von Webseiten machten aus Aneline eine absolute Nullanfängerin. Damals konnte frau alles selbst entscheiden, jetzt glaubt sie durch vorgegebene Gestaltungsräume geknebelt zu sein. Zugegeben, die Internetseiten damals waren statisch, ohne jegliche Interaktion mit Besuchern. Sie mussten auch nicht fürs Handy schrumpfen. Der technische Unterschied zur Gegenwart ist geradezu galaktisch. Willkommen in lebenslangem Lernen.
Der heutige Beitrag – für noch nicht existierenden Blog – dient wohl als Motivationshilfe angesichts der digitalen Hürden und der eigenen Entscheidungsschwäche, auf welches Theme (also Rahmen-Layout des Blogs) und welchen Builder (Handwerker-Programm) frau sich festlegen sollte. YouTube wurde inzwischen zu meiner Uni. In unzähligen Videos blüht der Disput über den umständlichen Gutenbergs Blockeditor mit großer Zukunft contra bewährte Klassiker der leichthändigen Kreativität und Aneline verstand kaum etwas davon. Also wurde ein traditionelles Lehrbuch gekauft („Einstieg in WordPress“ von P. Müller) und schulmäßig Seite für Seite (500!) durchgenommen. Der dabei kreierte Blog sah anschließend – sagen wir mal – schlicht aus. Also zurück zu YouTube. Leas Tutorial über einen an Gutenberg angelehnten Builder „Spectra“ in Zusammenspiel mit populärem Theme „Astra“ hat die zermürbte Aneline für sich gewinnen können. Eeeendlich! Die fünf erstellten Seiten wurden flugs in die neuen Formate transferiert und das ästhetische Spiel der Seitengestaltung brachte viel Freude oder … Verzweiflung. Das vorbereitete Logobanner vertrug sich nicht mit den Astra-Vorgaben. Und Aneline brauchte über drei Wochen, um nachzugeben und ein neues Logo in Quadratform zu entwickeln, was auch mehrere Tage benötigte. Der Apfel des Urteilens in Schwarz-Weiß wird vom Farbenreichtum des Lebens umflossen. Wow – Aneline war in Stolz getaucht, als sie das Ergebnis sah.
Die Freude währte nicht lange, denn der jeweilige Seitentitel hat plötzlich einen grauen Hintergrund bekommen, der zu allem Überdruss auch den zartgrünen Kopfbereich mit Logo und Menü verfärbte. 😱 Oh nein, der Blog wird wohl nie fertig …
Akt 4 – Im juristischen Dschungel
Ach du liebe Zeit! Frau ahnte nicht, wie aufwendig die Vorbereitung der Seiten ist, die vermutlich kein Blogleser je aufmachen wird: magma-artige Texte über Datenschutz und Cookies. Vergeblich sucht Aneline nach Wegen, aus der GedankenAntenne eine cookies-freie Zone zu machen, geht rein technisch nicht. Vor lauter Bäume im juristischen Dschungel bleibt die Autorin in angstvollen Gedanken über die Hetzjagd auf ahnungslose BloggerInnen stecken. Dass frau noch nicht aufgegeben hat, grenzt an ein Wunder.
Akt 5 – Happy End..?
Hoffentlich bald.





